Basenfasten

basenfasten Beim Basenfasten laufen verschiedenste gesundheitlich positive Prozesse im Körper ab. Durch die vermehrte Zufuhr sogenannter basischer Lebensmittel wird der Körper entschlackt und entgiftet. Die purzelnden Kilos sind hier nur ein willkommener Nebeneffekt.

Was ist Basenfasten?

Beim Basenfasten handelt es sich im streng wissenschaftlichen Sinne nicht wirklich um eine Art des Fastens. Dem Körper werden nur Basen bildende Nahrungsmittel zugeführt, auf Säure bildende Nahrung wird weitestgehend verzichtet. Durch das Essen von basischer Nahrung kommt der Körper dabei aber nicht wirklich in den sogenannten Fasten-Stoffwechsel. Darum ist das Basenfasten auch leichter durchzuhalten als normales Fasten, da man nur wenig Hunger verspürt.
In unserer heutigen Ernährung dominieren die Säure bildenden Lebensmittel wie Kaffee, Fleisch, Wurst, Milchprodukte, Weißmehlprodukte und natürlich Süßigkeiten. Aber auch Nikotin und Stress sind für die Säurebildung im Körper verantwortlich. All diese Stoffe wirken nicht nur sauer, sondern sind auch für einen zunehmenden Nährstoffmangel verantwortlich.
Bei einem Zuviel an Säure bildenden Lebensmitteln kommt es zur Übersäuerung des Körpers, der Säure-Basen-Haushalt des Körpers ist gestört. Die Folgen sind Kopfschmerzen, Übergewicht, Darmprobleme Hautunreinheiten und Rückenschmerzen. Auch das Immunsystem leidet unter einem Übergewicht an Säuren.
Das Verhältnis von Säuren und Basen ist im gesamten Körper erheblich unterschiedlich. Ist dieses Verhältnis im Gleichgewicht, dann kann der Körper alle zugeführten Säuren und Gifte gut verarbeiten und über den Darm oder die Schweißdrüsen wieder ausscheiden. Wenn das Verhältnis jedoch gestört ist, und zuviel Säure angereichert wird, kann dieser diese Stoffe nicht mehr ausreichend neutralisieren. Da die Säure nicht mehr ausgeschieden werden kann, wird sie dort gespeichert, wo sie am wenigsten Schaden anrichten kann: im Bindegewebe. Diese Ablagerungen werden auch als Schlacken bezeichnet.

Warum sollte man Basenfasten?

Basenfasten eignet sich zuallererst natürlich zur Entschlackung des Körpers. Der Darm soll all die alten Schlacken loswerden, genauso wie das Bindegewebe. Infolgedessen verbessert sich das Hautbild, das Körpergewebe wird fester, Müdigkeit und Antriebsschwäche verschwinden. Alles in allem fühlt man sich einfach fitter, wacher und natürlich leichter.
Darüber hinaus soll der Körper remineralisiert werden. Durch die vielen basischen Lebensmittel wird der Körper vermehrt mit Mineralien versorgt und ist so weniger anfällig für Krankheiten. Eine gute Ergänzung sind basische Nahrungsergänzungsmittel wie Basenpulver, die ebenfalls alle wichtigen Mineralstoffe enthalten und für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Ausgleich sorgen. Ist das Gleichgewicht zwischen Basen und Säuren wieder hergestellt, verbessert sich auch das Immunsystem immens. Man ist beispielsweise weniger anfälliger für Erkältungskrankheiten oder Magen-Darm-Infekte. Auch bei chronischen Krankheiten wie Neurodermitis oder Gicht kann diese Form des Fastens eine Verbesserung für die Betroffenen mit sich bringen.
Ein weiterer Aspekt beim Basenfasten ist natürlich die Gewichtsabnahme. Besonders bei Übergewichtigen zählt jedes Kilogramm weniger. Mit dem Basenfasten haben sie eine moderate  Diätform gefunden, bei der sie nicht hungern müssen und mit Genuss abnehmen können. Aber auch Menschen mit nur ein paar Kilogramm Zuviel auf den Hüften können mit dem Basenfasten gesund abnehmen.
Nicht zu unterschätzen ist auch der psychische Effekt. Wer durch das Basenfasten einmal den Einstieg in ein gesünderes Leben geschafft hat, dem fällt auch danach eine gesündere Ernährung leichter. Durch das Basenfasten kommt es zu einem Bruch mit den alten Essgewohnheiten und viele Menschen wollen nach so einer Kur gar nicht mehr zu der alten Ernährungsform zurückkehren.

Vorbereitung aufs Basenfasten

Am Tag vor dem Start des Basenfastens sollte man schon auf Kaffee verzichten und alle Säurebilder aus dem Haushalt verbannen. Gut ist es auch, wenn man an diesem Tag bereits basische Nahrungsmittel für die ersten Tage besorgt, um so gut für den Start gerüstet zu sein. Wer genügend Zeit hat, der kann sich auch schon Rezeptinspirationen holen und überlegen, was er die ersten Tage essen möchte.
Damit der Auftakt leichter fällt, ist es ratsam, sich genügend über das Thema Basenfasten zu informiere. Der Fastende sollte darüber Bescheid wissen, welche Lebensmittel basisch sind, welche sauer und welche neutral. Besonders motivierend ist es, wenn man sich mit Gleichgesinnten zusammentut. In vielen Internetforen kann man sich austauschen und gegenseitig anspornen, wenn das Basenfasten mal nicht so leicht fällt.
Ein ganz wichtiger Punkt vor dem Beginn des Fastens ist die Darmentleerung. Durch die Darmentleerung kann der Körper befreit von Altlasten in das Basenfasten starten und der Fastende verspürt durch den leeren Darm weniger Hunger. Außerdem markiert die Darmentleerung auch symbolisch den Beginn der Fastenphase.
Die Darmentleerung kann mittels Einlauf, Klistier oder verschiedenen Salzen (Glaubersalz, F.X. Passagesalz) erfolgen, dies kommt auf die individuellen Vorlieben an. Wenn man sich unsicher ist, kann man im Verlaufe des Fastens durch Probieren die geeignete Abführmethode herausfinden.

Wer darf Basenfasten?

Grundsätzlich ist Basenfasten für fast jeden Menschen geeignet, wer Zweifel daran hat oder an Krankheiten leidet, der sollte vor Beginn des Basenfastens allerdings einen Arzt konsultieren. Da das Basenfasten keine Diät im klassischen Sinne ist, kommt es gar nicht erst zu einer einseitigen Ernährung mit Mangelerscheinungen. Ganz im Gegenteil, für viele Menschen ist das Basenfasten eine Hinwendung zu einer gesünderen Ernährung.
Besonders geeignet ist es für Menschen mit Darmproblemen, Diabetiker, Rheumatiker und natürlich auch für Übergewichtige als Start in ein gesünderes Leben. Aber auch bei Menschen mit Bluthochdruck oder einem erhöhten Cholesterinspiegel kann diese Form des Fastens zur Verbesserung der Gesundheit beitragen. Für Menschen mit Akne, Neurodermitis oder Schuppenflechte kann der Wechsel zur basischen Ernährung einen deutlichen Beitrag zur Linderung ihrer Leiden schaffen.
Aber auch für augenscheinlich gesunde Menschen kann eine Basenfasten-Kur Vorteile bringen, durch die Entgiftung und Entschlackung fühlen sich möglicherweise nicht mehr so oft müde und schlapp. Durch die Verbesserung der Immunwerte sind häufige Erkältungen kein Thema mehr. Außerdem ist eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse immer einer Ernährung mit viel Fleisch, Süßigkeiten und Fast Food vorzuziehen.
Für alle Basenfastende gilt: Der Körper bekommt mehr Nährstoffe und der Organismus kann leichter arbeiten.

Was passiert genau beim Basenfasten?

Während des Basenfastens soll der Körper entgiftet und entschlackt werden. Dies gelingt durch eine besonders basische Ernährung und den vollkommenen Verzicht auf Säure bildende Nahrungsmittel. Tabu sind beim Basenfasten Fleisch-und Wurstwaren, Fisch, Schalentiere, Senf, Essig, Milchprodukte und Eiweiß generell, da diese sauer wirken. Aber auch Hülsenfrüchte, fast alle Nusssorten, Mehl, Süßigkeiten, Alkohol und Kaffee sind nicht erlaubt.
Auf dem Speiseplan stehen dafür viele Sorten Obst, verschiedenstes Gemüse und unterschiedlichste Salatsorten. Darüber hinaus können Sprossen und Keime, sowie wenige Nusssorten verzehrt werden. Ein guter Anhaltspunkt ist die Verarbeitung der Lebensmittel. Unverarbeitete Nahrungsmittel sind größtenteils basischer Natur, industriell hergestellte jedoch meist sauer.
Vor allem Leber und Galle werden beim Basenfasten entlastet. Durch das Meer an basischer Kost können diese Organe wieder besser arbeiten und ihre Entgiftungsfunktion voll erfüllen. Infolgedessen kommt die Fettverdauung im Körper wieder richtig in Schwung.
Darüber hinaus profitiert auch der Darm von dieser Ernährungsform. Der Darm wird während des Basenfastens regelmäßig aller zwei Tage gereinigt, Stoffwechselabfälle und Schadstoffrückstände werden ausgeschieden. Durch eine Zufuhr an Probiotischen Basenpulver kann sich zudem eine neue und gesunde Darmflora aufbauen, was eine verbesserte Verdauung zur Folge hat.
Besonders wirksam sind sogenannte Basenbäder, da unsere Haut das größte Ausscheidungsorgan überhaupt ist. Dafür streut man spezielles Basenpulver in die Badewanne mit dem etwa 37 Grad Celsius warmen Wasser. Etwa 45 Minuten sollte das überaus entspannende Basenbad andauern, positive Effekte sind ein angeregter Lymphfluss und das Ausscheiden von Schlackenstoffen über die Haut. Außerdem kann dadurch Cellulitis gemindert werden und die Haut sieht sichtbar glatter aus. Wer keine Badewanne hat, der kann auf basisches Duschgel zurückgreifen oder ein Fußbad mit Basenpulver machen. 
Ein wichtiger Aspekt beim Basenfasten ist die Bewegung. Jeder Mensch sollte sich täglich bewegen, auch wenn es nur ein Spaziergang von 15 Minuten ist oder die konsequente Benutzung der Treppe statt des Fahrstuhls. Durch die Bewegung werden zudem Säuren neutralisiert, dies ist ein willkommener Nebeneffekt. Wichtig ist es zudem, dass man versucht, den Alltagsstress zu reduzieren, denn auch dieser wirkt sich negativ auf das Gleichgewicht zwischen Säuren und Basen aus.
Ratsam ist es zudem, während des Fastens regelmäßig seinen ph-Wert zu überprüfen, so kann man beobachten, wie die Basenkur wirkt. Dafür gibt es in den Apotheken und Drogerien entsprechende ph-Teststreifen zu kaufen. Der optimale pH-Wert im basischen Bereich liegt bei 7,5. Da sich der Wert über den Tag verändert, morgens ist er eher sauer, sollte man morgens, mittags und abends messen und daraus einen Mittelwert bilden.
Wenn man all diese Ratschläge während des Basenfastens beachtet, kann das Körpergewebe sich selbst entgiften und entschlacken. Man fühlt sich während des Fastens nicht nur gesünder, sondern bekommt auch neue Energie für zukünftige Aufgaben, ähnlich dem Fastenhoch beim klassischen Fasten. Nur dass beim Basenfasten niemand Hunger leiden muss.



Regeln für ein gutes Gelingen der Basenfasten-Kur

Um einen möglichst großen Nutzen aus dem Basenfasten zu ziehen, sollten bestimmte Dinge beachtet werden:
Da Obst und rohes Gemüse nach 14 Uhr nur schwer verdaulich sind, sollte nach dieser Uhrzeit auf den Genuss von Obst verzichtet und nur noch gekochtes Gemüse gegessen werden. Da die Leber nach 14 Uhr aktiv entgiftet, kann das Obst und rohe Gemüse während dieser Tageszeit nur schwer verdaut werden. Da auch andere Entgiftungsorgane des Körpers in den Abendstunden und der Nacht auf Hochtouren laufen, sollte man am besten nach 18 Uhr gar nichts mehr essen.
Auch beim Verzehr von Rohkost ist Vorsicht angeraten. Manche Menschen vertragen die rohe Kost nur schlecht, deswegen sollte man nicht zu viel davon essen und die Menge nur langsam steigern. Erfreulicherweise ist es möglich, dass Rohkost nach einer Basenfasten-Kur wieder besser vertragen wird.
Ein besonders wichtiger Punkt ist das regelmäßige und ausreichende Trinken. Hierfür eignen sich Quellwasser, stilles Mineralwasser (Kohlensäure wirkt sauer), verdünnter Kräutertee oder basischer Tee. Etwa drei Liter pro Tag sollten es schon sein. So bekommen die Nieren ordentlich Arbeit und die Lymphen werden gut durchspült.
Auf den Teller sollte nur kommen, was dem Fastenden wirklich schmeckt. Es sollte das richtige Maß gefunden werden, ein Zuviel führt zur Überlastung des Organismus, ein Zuwenig geht mit Mangelerscheinungen und Hunger einher. Die verschiedenen Lebensmittel sollten nicht wild durcheinander gemixt werden, hier ist weniger mehr. Außerdem sollte die Nahrung so natürlich wie möglich sein, industriell verarbeitete Nahrungsmittel sollten gar nicht auf dem Speiseplan stehen. Beim Obst gilt es zu beachten, dass dieses ausreichend reif ist, denn unreifes Obst führt zu Blähungen und Krämpfen. Die Mahlzeiten sollten immer gut gekaut werden, damit der Körper sie gut verdauen kann. Auf scharfe Gewürze sollte man verzichten, auch hier gilt das Motto, weniger ist mehr.

Kann man beim Basenfasten abnehmen?

Da man beim Basenfasten vornehmlich nur Obst und Gemüse isst, vor allem also niedrig-kalorische Nahrungsmittel, kann man gute Abnehmerfolge erzielen. Je nach Ausgangsgewicht kann der Abnehmerfolg in der ersten Woche von einem Kilo bis zu vier Kilos variieren. Menschen mit einem höheren Ausgangsgewicht nehmen schneller ab.
In den folgenden Wochen verlangsamt sich die Abnahme, trotzdem purzeln die Kilos kontinuierlich. Trotzdem liegt das Hauptaugenmerk beim Basenfasten auf den gesundheitlichen Effekt, durch die Neutralisation der Säuren wird der Körper gesünder und entgiftet sich selbst.

Was passiert beim Basenfasten mit dem Jo-Jo Effekt?

Vom Jo-Jo-Effekt spricht man, wenn Menschen nach einer Diät oder nach dem Fasten durch eine Weiterführung der alten Essgewohnheiten die abgenommenen Kilos oder sogar noch ein paar mehr wieder zunehmen. Da der Körper durch die Diät den Stoffwechsel auf Sparflamme geschaltet hat, werden die zugeführten Kalorien sofort in Fett umgewandelt, um den Körper auf neue Notzeiten vorzubereiten. Beim Basenfasten ernährt man sich relativ Kohlenhydrat- und kalorienarm. Wenn man nach dem Basenfasten wieder zu einer kalorienreichen Ernährung übergeht, ist es normal, dass der Körper etwa ein bis zwei Kilogramm Wasser einspeichert, man also wieder etwas zunimmt. Mit einem mehr an Fettgewebe hat dieser Fakt aber nichts zu tun. Vielmehr wird durch die wieder erhöhte Zufuhr von Kohlenhydraten mehr Wasser in den Zellen eingespeichert. Da das Basenfasten eine gesunde Fastenform ist, empfiehlt es sich, nach dem Fasten eine weitestgehend basische Ernährung beizubehalten. So kann man weiterhin von den positiven Aspekten der basischen Kost profitieren und hält gleichzeitig den Jo-Jo-Effekt in Schach. Generell sollte man die Kalorienmenge nach Beendigung des Fastens langsam pro Woche steigern, denn auch so lässt sich der Jojo-Effekt umgehen. Bei einer gemächlichen Kaloriensteigerung hat der Stoffwechsel genügend Zeit, sich an die zunehmenden Kalorien zu gewöhnen. So bleibt der Gewichtsverlust durch das Fasten weiter erhalten.
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